Vierte Verleihung des Gandhi-Preises an der Henry-Ford-Realschule

Bereits zum vierten Mal wurde der Gandhi-Preis an der Henry-Ford-Realschule in Köln vergeben.

Vierte Verleihung des Gandhi-Preises an der Henry-Ford-Realschule

 

 

Bereits zum vierten Mal wurde der Gandhi-Preis an der Henry-Ford-Realschule in Köln vergeben. Dieses Jahr wurde die Schülerin Nasu Kazikehl aus der Abschlussklasse 10a für ihr vorbildliches soziales Engagement gewürdigt.  Seit eineinhalb Jahren trainiert und coacht Nasu ehrenamtlich die Henry-Ford Lions. Jeden Freitag nach der Schule und jeden Montag in der Mittagspause, hat sich die Mannschaft von ihrer Leidenschaft zum Fußball anstecken lassen. Mit einem aufmerksamen Blick für jede einzelne Schülerin, hat sie aus den Mädchen ein Team gebildet. Das Team besteht aus 11 Spielerinnen, aus allen Jahrgangsstufen. Die Freude am Teamsport und den Ehrgeiz über sich hinauszuwachsen - das ist was Nasu der Mannschaft  vorlebt. Mit ihrer einfühlsamen und friedvollen Art,  hat sie eine Atmosphäre geschaffen, in der sich jedes Mädchen bedeutend, selbstsicher und willkommen fühlt. Ihr Engagement haben sich die Spielerinnen schnell zum Vorbild gemacht. Um die Teilnahme an einem Turnier finanzieren zu können, haben die Spielerinnen Kuchen und Snacks verkauft und sind auf Sponsorensuche für Mannschaftstrikots gegangen. Beide Aktionen waren erfolgreich.

Mit ihrem eindrucksvollen Text „Leben“ hat sie im November 2014 im Rahmen einer Poetry Veranstaltung vor ca. 50 Personen alle Zuhörer bewegt. Sie schreibt über das Aufwachsen der Kinder in Afghanistan, ihrer Heimat. Ihre Heimat, die gezeichnet ist von Krieg, Trauer und Zerstörung und mittendrin ein Keim der Hoffnung, den Nasu immer mit sich trägt.

Nasu hat diese Arbeit so erfolgreich fortgeführt, dass sie (zusammen mit Selin und Askin aus ihrer Klasse) den NRW-Preis „Frauen und Mädchen im Sport“ erhalten hat. Zusätzlich wurde sie als Schülersprecherin gewählt und hat dieses Amt mit sehr viel Engagement und Ernsthaftigkeit – z.B. auch bei Teilkonferenzen – ausgeübt. Zusätzlich ist sie als Streitschlichterin und Pausenhelferin wöchentlich aktiv und nimmt trotzdem noch sehr aktiv an der UNICEF-AG teil.

Die Gandhi-Preisverleihung an fand am Mo., 13. Juni 2016 um 19:00 Uhr im Pädagogischen Zentrum der Schule statt.

Entstanden ist die Idee durch unseren Kooperationspartner, die FORD-Werke

GmbH. Ford wurde vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport

des Landes NRW für „Unternehmerisches Engagement“ mit dem Preis „Engagement

des Jahres 2012“ ausgezeichnet. Das Preisgeld von 500 € wird unserer Schule für

die regelmäßige Vergabe des Gandhi-Preises und für eine begleitende

Wanderausstellung zur Verfügung gestellt.

Ins Leben gerufen hat den Gandhi-Preis die Fördergemeinschaft Friedensarbeit und

Gewaltlosigkeit e.V. Auf der Homepage http://www.gandhi-preis.de sind Ziel und Idee

wie folgt beschrieben:

 

Gandhi-Preis

Der „Gandhi-Preis für Zivilcourage und Gewaltfreie Veränderung“ der Fördergemeinschaft

Friedensarbeit und Gewaltlosigkeit e.V. versteht sich als ein sozial-kulturelles Projekt.

Im Sinne Gandhis ist die gewaltfreie Kultur einer sozialen Gesellschaft das Ziel, auf dem ganze

gesellschaftliche Systeme zum Wohl des Menschen aufgebaut sein sollten.

Kleine Schritte auf dem Weg hin zu einer gewaltfreien Gesellschaft können das alltägliche

Klima verändern und soziales Engagement als wichtigen Beitrag zu einer zivilcouragierten

Gesellschaft in den Fokus der Öffentlichkeit bringen.

In einem veränderten allgemeinen Klima können auch die Sensibilität und das Engagement

Anderer wachsen, um die Gewaltspirale im Großen zu durchbrechen.

Idee

Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung beginnt bei den kleinen, scheinbar normalen

Dingen des Alltags. Wer dazu beiträgt, Streit zu schlichten, Gewaltsituationen zu

deeskalieren, Empathie für Benachteiligte zu zeigen, Konflikte im Haus zu „meistern“,

Diskriminierungen abbauen zu helfen oder sich aktiv für Frieden einzusetzen, kann die

Erfahrung machen, dass Veränderung möglich ist und sich lohnt.

Mit dem „Gandhi-Preis für Zivilcourage und Gewaltfreie Veränderung“ zeichnet die

Fördergemeinschaft Friedensarbeit und Gewaltlosigkeit e.V. zusammen mit kooperierenden

Schulen und Institutionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus, die zivilcouragiert

gehandelt oder Initiativen zur Entwicklung einer gewaltfreien Gesellschaft gezeigt haben.“

Die Veranstaltung fand in diesem Jahr im Rahmen des alljährlichen Kulturabends

statt, der zusammen mit unserem Kooperationspartner Rheinische Musikschule mit

Auftritte der Bläserklasse und des Musikensembles gestaltet wurde. Ergänzt wurde das

Programm durch einen Sketch der Klasse 5d!

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