Mädchen-Fußballmannschaft der Henry-Ford-Realschule erhält den 9. NRW_Preis „Mädchen & Frauen im Sport“

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Mädchen-Fußballmannschaft der Henry-Ford-Realschule erhält den 9. NRW_Preis „Mädchen & Frauen im Sport“

 

 Die Mädchen-Fußballmannschaft der Henry-Ford-Realschule in Köln-Seeberg (Chorweiler) hat in der Philharmonie Essen den 9. NRW-Preis „Mädchen & Frauen im Sport“ erhalten. Dieser Preis wird seit neun Jahren vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund NRW verliehen. Sie setzten sich dabei gegen über 40Mitbewerberinnen durch und waren die jüngsten Preisträger in der Geschichte dieses Preises. Überreicht wurde der Preis von der Ministerin Christina Kampmann und LSB-Präsident Walter Schneeloch.

Initiiert wurde das Projekt Mädchen-Fußball an der Henry-Ford-Realschule zunächst durch den „Fellow“ Salih Elmascan im Schuljahr 2012/13. Nach dem Ende der zweijährigen Tätigkeit des Fellow hat die Schulsozialarbeiterin der Schule, Atfa Mihoub das Projekt zusammen mit dem von ihr und Salih Elmascan gegründeten Vereins „social minds“ fortgeführt. Von Beginn an hatte sie die Unterstützung durch Nasu Kazikehl, die das Trainerinnenteam in den letzten Jahren um Selin Kesim, Askin Koc und Aylin Terlemez (mittlerweile ehemalige Schülerin) erweitert hat.

Aus dem Bewerbungsschreiben für den Preis:

„Die Trainerinnen sind selber Schülerinnen an der Schule. In der Mittagspause und nach Schulschluss trainieren sie die jüngeren Mädchen und sind ihnen geschätzte Vorbilder geworden. Sie waren zunächst selbst Teilnehmer. Sie geben nun mit Begeisterung das zurück, was sie selbst auch begeistert hat.

Junge heranwachsende Mädchen werden durch den Sport zu gesellschaftlich engagierten und verantwortungsbewusst agierenden Mitbürgern gestärkt. Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und ihre Mitspieler und Mitbürger. Dies ist ein wichtiges und erstrebendes Ziel, welches wir gemeinsam mit Akteuren aus dem Sozialraum und den jungen Mädchen selbst, verfolgen. Die Hingabe und das Engagement, die diese Schülerinnen zeigen, sind inspirierend und nachahmungswürdig. Ihr Einsatz ist ehrlich und ohne Anspruch auf Gegenleistung. Sie vertrauen jetzt auf ihre Fähigkeiten. Ihre Komfort-Zone verlassen sie mehr und mehr. Sie setzen sich ein und mischen sich ein, und das nicht nur in der Schule. Umso mehr muss die Arbeit und der Einsatz dieser jungen Mädchen Anerkennung und Würdigung finden. Sie wissen um ihren Status als „Chorweiler Kinder“, als Kinder nicht „deutschstämmiger Eltern“, und sie wissen um die Sorgen, der ökonomischen Unsicherheit ihrer Erziehungsberechtigten.

Sie lassen sich das Stigma nicht setzen. Ihre Herkunft soll nicht ihre Zukunft bestimmen. Ihre Rolle als Vorbild, füllen sie mit großer Freude und Stolz aus. Sie wollen mehr als das was sie umgibt. Sie packen an. Für sich und für andere.“

Was bereits erreicht wurde und was für die Zukunft geplant ist:

„Highlight des letzten Jahres war die Teilnahme des ganzen Teams am internationalen Frauen- und Mädchenfussballturnier "KVV Damenstornooi 2015" beim Noorse Voetbalclub aus Kapellen/Belgien. Das Team hat einen hohen Grad an Organisation und Begeisterung gezeigt, um die notwendigen finanziellen Mittel für die Teilnahme am Turnier und die Ausstattung mit Trikots zu fundraisen.

Um die geknüpften Kontakte zu verfestigen und einen Austausch über die Begeisterung für den Sport und den FairPlay-Gedanken zu ermöglichen, planen die Teilnehmerinnen, Videobotschaften über die Internetseite von SocialMinds e.V. zu versenden. Als Equipment reichen handelsübliche Smartphones und frei zugängliche Bildbearbeitungssoftware völlig aus. Die Schule stellt die Arbeitsplätze zur Verfügung, und die Workshops, in denen die Teilnehmerinnen den Umgang mit dieser Software erlernen.

Das Team hat sich zum Ziel gesetzt, selbst ein Internationales Mädchenfußballturnier in Köln auszurichten und sich auf diese Weise international mit anderen Mädchen zu vernetzen.

In ihrer Laudatio würdigte Ministerin Kampmann die Mädchen für ihr beispielhaftes Engagement, den gelebten Fair-Play-Gedanken und als Vorbilder für andere. Wörtlich sagte sie: „Ihr seid richtige Heldinnen im Sport und im Leben!“


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