Henry Ford

Henry Ford

Der Mann, nachdem unsere Schule benannt ist, wurde am 30. Juli 1863 in Dearborn bei Detroit, Michigan, geboren. Seine Eltern waren Einwanderer aus Irland und arbeiteten als Farmer.

Schon früh interessierte sich der junge Henry für Technik. So absolvierte er nach Abschluss der High School und einer Lehre bei der Detroit Drydock Company eine Ausbildung zum technischen Zeichner. Zudem ließ er sich ab 1884 an der Detroiter Goldsmith, Bryant and Stratton University auch in Wirtschaftswissenschaften ausbilden.

Im Jahre 1888 kehrte er auf die Farm seiner Eltern zurück und heiratete Clara Bryant. Mit ihr bekam er den Sohn Edsel Bryant, der später Präsident im Unternehmen seines Vaters wurde.

Sein anhaltendes Interesse für Technik, Motoren und Maschinen machte Henry zum Bastler. Er suchte und fand Wege, die landwirtschaftlichen Maschinen zu verbessern. Im Jahre 1891 wurde er Maschinist und Ingenieur bei der "Edison Illuminating Company".

Sein erstes Auto konstruierte Ford bereits ein Jahr später. Es war mit Benzinmotor betrieben und wurde von ihm weiter entwickelt. Sein erster Motorenwagen "Tin Lizzy" stellte er 1896 vor. In den folgenden zwölf Jahren entwickelte er diesen Wagen weiter bis zum legendären "T-Modell". Um sich ganz der Entwicklung von Automobilen zu widmen, kündigte Ford bereits 1899 seine Stelle. Im Jahr 1901 wurde er Ingenieur und Teilhaber der "Detroit Automobile Company", die er jedoch im Folgejahr wegen Schwierigkeiten mit Geldgebern wieder verließ.

In der 1903 von ihm gegründeten "Ford Motor Company" nahm er dann 1908 die Produktion seines berühmt gewordenen Ford "T-Modell" auf. In den Jahren bis 1927 wurden davon über 15 Mio. Stück produziert. Damit war das Ford "T-Modell" das meist verkaufte Auto. Erst 1972 eroberte der VW Käfer diesen Titel.

Zu diesem Erfolg trug wesentlich das weltweit erste Montagefließband bei, welches Ford 1913 in Betrieb nahm. Die Herstellung der Automobile verbesserte Ford zudem durch Standardisierung und weiter vorangetriebene Aufteilung der Arbeitsschritte. Auf diese Weise wurden seine Automobile auch für die Allgemeinheit bezahlbar. Er machte es sich zur Lebensaufgabe, seine Produkte und ihre Herstellung, einschließlich der Arbeitsbedingungen, kontinuierlich zu verbessern und zu optimieren. So richtete er z.B. auch als erster ein Werkstatt-Netzwerk ein, in dessen Werkstätten seine Fahrzeuge repariert und gewartet werden konnten.

Ford beteiligte ab 1914 seine Mitarbeiter am Gewinn seiner Firma, indem er ihnen mehr als das Doppelte des üblichen Gehalts zahlte. Zudem engagierte er sich für ein Ende des gerade ausgebrochenen ersten Weltkriegs. Jedoch verlor er 1920 seine Kandidatur zum Sitz im US-Senat.

Seiner Nachwelt hingerließ Henry Ford neben seiner Auto-Marke auch seine schon 1926 veröffentlichte Autobiographie "Henry Ford: Mein Leben und Werk" sowie die Sachbücher "Today and tomorow" (1926) und "Moving forward" (1930). Henry Ford starb am 7. April 1947 in Dearborn im Alter von 83 Jahren.