Abschlussbericht Teichbauprojekt Henry-Ford-Realschule

Im Frühjahr 2014 wartete eine ungeduldige Garten-AG darauf, dass unser Schulteich endlich repariert und neu gestaltet würde. Nach  zweimaligen Reparaturversuchen war die Folie immer noch löchrig und die Pfütze, die noch übrig blieb, ein trauriger Anblick.

 

 

 Kaum hatten wir die Zusagen für die Fördergelder, ging es an die Arbeit. Der Pflanzenteppich auf dem Grund der Pfütze war erstaunlich zäh. Einige Pflanzen konnten für den neuen Teich geborgen werden, aber die meisten mussten in harter Kleinarbeit zerhackt und auf den Kompost geworfen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von April bis Mitte Juni arbeiteten wir zwei mal wöchentlich am Rückbau des alten Teiches. Es regnete in dieser Zeit viel und unsere Arbeit erwies sich des öfteren als „Schlammschlacht“. Wie man sieht,  leisteten die Wurzeln der Gräser erheblichen Widerstand gegen ihre Beseitigung. Mit vereinten Kräften konnte dann endlich die alte Folie aus dem Teich gezogen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gehwegplatten der alten Teichumrandung mussten ebenfalls abgetragen werden, eine Leistung, die nur in Form  echter Teamarbeit bewerkstelligt werden konnte. Es war schön zu beobachten, wie unsere SchülerInnen sich auch ohne besondere Anweisungen der LehrerInnen  selbstständig organisierten. Endlich war es geschafft: der alte Teich lag nach 16 Arbeitsterminen frei.

 

 

Zum Glück änderte sich im Juni das Wetter. Es wurde trockener. Eine ideale Bedingung für die neue Bauphase der Teichmodellierung. Hier wurde Maß genommen und die neue Form wurde zunächst provisorisch abgesteckt. Schließlich kam unser Teichbauer Martin Meusel mit dem Bagger, der uns in kurzer Zeit half, die neue Form des Teiches mit Flach- und Tiefwasserzone zu modellieren.

 

 

 

Allerdings mussten die Stufen der einzelnen Zonen des Teiches  von Hand mit dem Spaten modelliert werden, wobei die Garten-AG wieder aktiv beteiligt war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die modellierten Terrassen des Teiches wurden verdichtet, damit sie später, wenn Folie und

 

Mörtel darauf liegen, nicht nachsacken. So soll verhindert werden, dass sich Risse im Mörtel bilden.

 

Die tiefste Stelle im Teich soll maximal 1,20 m sein. Dann können größere Lebewesen wie Fische und Amphibien darin überwintern ohne einzufrieren. Andererseits entspricht diese Tiefe den allgeimeinen Sicherheitsbestimmungen für Gartenteiche. Auch die terrassenförmige Stufung dieser Zone soll verhindern, dass Menschen darin ertrinken können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sieht man das Nebeneinander von Tief- und Flachwasserzone, die flächenmäßig fast gleich groß sind. Der Flachwasserbereich dient verschiedenen Zwecken: es soll eine für Süßgewässer typische  Wasserpflanzenzonierung erhalten. Außerdem  bietet er Ablaichmöglichkeiten für Amphibien und dient  Tieren als Tränke und Bademöglichkeit. SchülerInnen sollen durch Trittsteine an dieser Stelle sicher durch den Teich laufen können, um ihre Beobachtungen zu machen.

 

Vor den Sommerferien wurde der fertig modellierte Teich mit einer Sicherungsfolie abgedeckt, um zu verhindern, dass die Modellierung durch starken Regen erodiert. Angesichts der enormen Niederschläge im August waren diese Bedenken berechtigt. Der Teich war am Ende der Ferien zu

 

zwei Dritteln voll gelaufen. Positiver Effekt: dadurch wurde das darunter liegende Erdreich noch weiter verdichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Monat September erwies sich dank guten Wetters als sehr geeignet zum Weiterbau. Wir bekamen großzügige personelle Unterstützung durch das Ford Community Involvement Programm, ohne die wir die weiteren Arbeiten nicht bewältigt hätten. Der nachmodellierte und verdichtete Untergrund wurde nun mit Fliesbahnen ausgelegt, die einen Schutz gegen Steine und Wurzelwerk darstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Flies folgte die fertig zugeschnittene Teichfolie, die nun verlegt wurde. Teichbau oder Verpackungskunst? Hier kam beides zusammen.

 

 

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt bestand darin, die Folie mit möglichst wenig Faltenbildung von der tiefsten Stelle nach außen an den Untergrund anzupassen. Unten sieht man den Endzustand der Folienverlegung. Nun wurde der Teich das erste Mal mit Wasser befüllt, um die Folie noch weiter an den Untergrund anzupassen, und den Boden nochmals zu verdichten. Danach erfolgte das Abpumpen und Trocknen der Folie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächste Auflageschicht war eine Verbundmatte, die den Mörtel, der anschließend aufgetragen wurde, halten sollte. In der anschließenden Vermörtelung des Teiches arbeiteten die Mitarbeiter des BUND, die Fordmitarbeiter und einzelne Schüler in wechselnden Schichten. Dies war für alle Beteiligten eine interessante, neue Form altersgemischterTeamarbeit.

 

 

 

Betonmischen in der 6. Klasse? Das ist doch mal eine nette Ab-wechslung vom herkömmlichen Unterricht! Nach und nach wird der Mörtel von den erwachsenen Mitarbeitern auf die Verbund-matte aufgetragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ende des Tages hatte unser Schulteich seine erste Mörtelschicht erhalten, die nun zwei Tage möglichst trockenes Wetter brauchte, um abzubinden. Zur Sicherheit gegen Niederschläge  legten wir die Sicherungsfolie  über den Mörtel. Beim nächsten Termin wurden die Gestaltungselemente wie Trittsteine und die Uferumrandung mit Saugsperre in Angriff genommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Oktober konnten zahlreiche Vorhaben durchgeführt werden.: Größere Grauwackesteine dienen als Trittsteine und müssen auf ein Bett aus Mörtel gelegt werden.

 

Unten sieht man das Setzen der Trittsteine, die durch den Teich führen. Hier muss sehr genau mit der Wasserwaage und dem potentiellen Wasserstand gerechnet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sieht man, wie der zukünftige Weg außen um den Teich angelegt wird. Dahinter befindet sich eine Zone, die als Saugsperre dient und mit Sumpfvegetation bepflanzt werden soll.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Eine Drainage sorgt dafür, dass das Wasser, wenn der Teich bei starken Niederschlägen überläuft, im Boden versickern kann.

 Unten sieht man, wie die wichtigsten Gestaltungselemente der Teichumrandung nun bereits angelegt wurden.

 

 Da das Gelände sehr abschüssig ist, war es notwendig einige Kubikmeter Oberboden anzufüllen. Auch wurde immer wieder Grauwackegestein und Sand antransportiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schüler haben beim Mischen der Mörtels und dem Setzen der Steine mitgemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Im November wurde der Weg fertiggestellt. Der Teich konnte nun zur Überprüfung der baulichen Maßnahmen befüllt werden. In dieser Zeit gab es viel Laubfall, hier haben die Schüler beim zusammenkehren kräftig mitgeholfen.

 

 

 

Die erste Befüllung des Teiches diente der Überprüfung der bisherigen Bauschritte und hat uns einen ersten Eindruck von dem Teich gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Teich musste zunächst abgepumpt werden, damit die abschließenden Arbeiten durchgeführt werden können. Blätter wurden gefegt und es wurden  große Trittsteine verlegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Teichweg wurde fertiggestellt und mit Hilfe von Schülern verfugt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Im Dezember wurden die Trittsteine armiert, Wegesteine verlegt, die Ufermatte verschweißt sowie der Trockenmauerbereich gestaltet. Schüler haben Mörtel angemischt und Wälle der Teichzonen ausgebessert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Henry-Ford-Realschule dankt den Unterstützern und Förderern:

 

 

 

Herrn Peter Mülbredt für sein großes Engagement in diesem Projekt, vor allem für seine Hilfe bei der fachlichen Beratung, Planung des Teiches, tatkräftigen Mitarbeit, Dokumentation und Vielem mehr während der gesamten Dauer des Projekts.

 

 

 

Herrn Martin Meusel für seine Initiative und sein Engagement im Hinblick auf die fachliche Beratung, Planung, Bauausführung, Baustellenaufsicht und Beschaffung preisgünstiger und ästhetisch schöner Gestaltungsmaterialien für den Teich.

 

Der Firma Ford und ihrem Community Involvement Programm für die großzügige finanzielle Unterstützung und vor allem für ihre tatkräftige, unkomplizierte und freundliche Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Der Michael Otto Stiftung für ihre finanzielle Unterstützung des Projekts.

Der Stiftung KlimaBausteine für die finanzielle Unterstützung des Projekts.

 

 

Bezirksvertretung Chorweiler:

Bezirksorientierte Mittel

 

Der Bezirksvertretung Chorweiler für ihre finanzielle Unterstützung des Projekts.

 

 

 

Der Firma NaturaGart für fachliche Beratung und einen großzügigen Preisnachlass bei der Bestellung der Teichbaumaterialien.

 

 

Frau Pohlmann, die mit ihrem Filmteam die Renovierung des Schulteiches begleitete und für uns zur wichtigen Multiplikatorin unseres Projektes wurde.

Gelesen 4087 mal Letzte Änderung am Montag, 12 Januar 2015 00:53
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